Sonntag, 30. November 2008

UMZUG

Heut ist der für mich erste langersehnte Tag gekommen, ich zieh aus meiner ersten kanadischen Wohnung, die zugegebener Maßen doch etwas eklig war, in eine Neue. Beim Umzug unstützt mich unser Chefkristallograph Jalil, der von der neuen Wohnung nur einen Katzensprung entfernt wohnt. Bilder gibts demnächt.

Neue Addresse:

Christian Graf
26 Moore Avenue North
N2J 5E3 Waterloo, Ontario
Canada

ZIP-Code ohne Gewähr, da das System hier doch etwas chaotisch ist.

Das nächste ersehnte Ereigniss wird der Heimflug in 22 Tagen sein. Auf den ich mich unglecih stärker freue.

Dienstag, 25. November 2008

Die (Rein)-Fälle von Niagara

Nachdem ich mal wieder 2 Wochen mal wieder weniger Lust und Zeit hatte mich um meinen Blog zu kümmern hol ich das heute nach und will euch von meinem Ausflug zu den Niagara-Wasserfällen berichten.
Der ganze Trip wurde von der FEDS, FEDeration of Students, organisiert und richtete sich an die Austauschstudenten an der UW. Aber auch als Post-Doc kann man in die Ehre dieser Veranstaltung kommen man muss halt bloß 4 Dollar mehr bezahlen. Das ganze ging mit nem großen Treffen und Hallo vor der Bibliothek los, da ich noch nicht so viele Leute kenne war bei mir das Hallo etwas kleiner. Dann kam der erste Dämpfer. Die Abfahrt verzögerte sich aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen FEDS und dem Busunternehmen um etwa eine Stunde. So dachten wir, Jan und Ich, dass wir wenigsten noch ein Frühstück bei Timmies einschieben konnten. Tim leider noch nicht offen, also kein Frühstück. Nach der Abfahrt, im gelben Clichee-Schulbus, versuchte uns unsere Reiseleiterin, die sichtlich überfordert erschien den Tagesablauf zu erklären, also erst Winzerei, Nigara-on-the-Lake und dann die Fälle, komische Reihenfolgen. Schock 2: Aufenthalt bei den Fällen 2 statt 4 Stunden.
In der Vinery (Winzerei) angekommen, gab’s die übliche Führung und jeder freute sich auf die Verkostung. Schock 3: keine Verkostung. Nachdem wir mit der Reiseführerin rumdiskutiert und sich 15 Leute gefunden hatten, konnten wir nach der Auszahlung von der Reiseleiterin und der Bezahlung an die Winzerei des Verkostungsentgeldes mit der selbigen beginnen. Es gab zwei Weißweine, Chardoney und Gewürztraminer (mit ü geschrieben +-Punkt) und ’ne rote Cuvee die an ’nen Burgunder erinnern sollte. Die Weine wahren nicht sonderlich spektakulär wobei der Chardoney noch der Beste war. Der Rotwein ging gar nicht. Wollte eigentlich trotz der horrende Preise ’nen bisschen Wein mitbringen, hab’s aber dann aufgrund der Verkostung doch sein gelassen. Weiter ging’s nach Niagara-otL. Nach dem sich der Busfahrer noch verfranzt hatte hatt sich unser Aufenthalt da noch mal um 30 Minuten auf eine Stunde verkürzt. Zum Mittag gab Hotdog und zur Nachspeise kam die Sonne raus und wir konnten noch nen paar schöne Herbstbilder machen. Abfahrt zu den Falls, endlich. Auf geht’s direkt nach Niagara, denkste dir so, muss erst noch ’nen total wichtiger Zwischenstopp bei ’nem Kraftwerk und ’ner Brücke gemacht werden. Es wurde 16 Uhr und Sonnenuntergang war auf 17:00 terminiert also für die Fälle optimales Licht zum Fotografieren, Ironie aus. Angekommen, erstmal fehlgeleitet wurden vom Busfahrer, die Reiseleiterin wusste auch nicht wo es lang ging. Unten bei den Fällen angekommen und erstmal von der touristischen Erschließung etwa überrascht gewesen. Wir haben uns da beeilt noch ’nen paar schöne Bilder bei natürlichem Licht zu schießen, die Beleuchtung der Fälle konnten wir aufgrund der verfrühten Abfahrt nicht genießen.
Ob die Bilder gut sind müsst ihr entscheiden, hier mal wieder ne kleine Auswahl.

Niagarafälle

Im Großen und Ganzen war es ein interessanter Trip, der aufgrund von Organisationsmängeln sehr verloren hat. Aber da ich hier noch länger bin und mit Franzi AUF JEDEN FALL noch mal herfahre, kann ich mir die ganze Geschichte ja mal mit eigenem Zeitplan und Reiseführung anschauen. Demnächst gibt es nen Bericht vom NBA-Spiel Raptors-Nets und natürlich neue Bilder, ich weiß noch nicht ob es diese Woche noch wird, da ich Umzugsstress hab JUHUU.

Eine schöne Vorweihnachtszeit und nen schönen Ersten Advent

Freitag, 7. November 2008

Derby gegen Maenner in Lila (Klassiker ;) )

Da ich meinen Blog mal wirklich up to date bringen will hier noch nen Bericht vom (Eis-)Hockeyderby vom letzten Samstag.
An diesem Tag hiess es auf dem Campus der University von Waterloo im Columbia Icefield die Vorherrschaft in der Stadt und in der Tabelle gegen die in Kanada an Nummer 8 gehandelten Golden Eagles der Wilfired-Laurier-University an sich zu reissen.
Die Halle ist auf den ersten Blick sehr modernen Eindruck ist aber fuer meinen Geschmack etwas zu klein, da sich aber hier an der Uni niemand so richtig fuer Sport interressieren mag, ist sie also vom Zuschauerfassungsvermoegen genau richtig. Da Laurier die etwas bessere Sporttradition hat, sind die auch mit etwas mehr Zuschauern angereist. Die Halle war einem Derby entsprechend gut gefuellt. Auf dem Eis ging es im ersten Drittel eigentlich noch ganz fair und wenig spektakulaer zur Sache. Laurier fuehrt zwar zur ersten Pause mit 1:0, aber es kann sich ja noch drehen. Das zweite Drittel wurde dann schon heftiger gefuehrt und Laurier konnte den Vorsprung weiter ausbauen und das Spiel im 2. Durchgang trotz zweier Tore der Warriors fuer sich mit 5:2 vorentscheiden. Die Intensitaet mit der das zweite Drittel dieser Partie gefuehrt wurde konnte man schon allein, an den eigentlich fuer kanadischen Unisport untypischen, Pruegelleien auf dem Eis erkennen. Es gab in diesem Drittel glaub ich 30 Strafminuten fuer beide Seiten und mehrere Spieldauerstrafen. Das Spiel ebbte im 3. Drittel ab und Laurier konnte dem Draengen der Warriors gegen Ende der Partie durch eine empty-net-goal und dem damit herbeigefuehrten Endstand von 6:2 einen Riegel vorschieben. Hier meine Impressionen vom Spiel (erster Versuch als „Sportfotograf“)

Hockey-Derby UW vs. Laurier

Somit ist jetzt mein Blog mal wirklich up to date und ich kann morgen frueh ganz beruehigt nach Niagara fahren und euch naechste Woche die Bilder praesentieren. Euch nen schoenes Wochenende.

St. Jacobs Farmers Market

Die letzten beiden Samstage, also bis etwa 15:00 hab ich, teilweise allein oder zusammen mit Christian und Belen, damit verbracht ins benachbarte St. Jacobs zu fahren und mir den dortigen Bauernmarkt etwas genauer anzuschauen. Am Anfang findet man natuerlich die typischen Tant-Buden, die es auf jedem Markt auf dieser Erde gibt, also jene wo man alles das, was man nicht braucht kaufen kann. Nur werden hier diese Buden nicht von Vietnamessen sondern von Chinesen oder Hispanics betrieben. Hat man diesen anfaenglichen Schock ueberwunden, kommt man zu dem Teil des Marktes, auf dem die hiesigen Bauern und Landwirtschafttreibenden ihre Produkte feilbieten. Unter diesen Haendlern, findet man hier in grosser Anzahl auch Mennoniten, die Ende des 18. Jahrhunderts in die Region immigrierten. Diese sind an ihren leicht altmodisch erscheinenden Kleider und die Frauen am traditionellen Kopfbedeckung zu erkennen.
Auf dem Markt unter freien Himmel findet man neben Obst und Gemuese auch diverse Honig und Marmeladen im Angebot. Betritt am nun die Hauptmarkthalle, so findet man hier Wurst und Fleischprodukte sowie Backwaren. Das Angebot bei den Wustwaren reicht von Schinken und Salami auch ueber kleine und sehr leckere Knacker bis hin zu Bratwuersten, oder was ich als solche bezeichnen will. Die Baecker der Markthalle, bieten neben den hier ueblichen Bagels, die eigentlich ganz lecker sind auch jede Menge Suesskram, wie Kekse an. Was eigentlich fuer manche hier wichtig erscheint, man kann auch Brot kaufen, was dem deutschen zum verwechseln aehnlich sieht und nicht so fluffig wie das kanadische ist. Christian hatte sich dann doch eher fuer ein Weissbrot franzoesischer Machart entschieden, aber ich denke, wir werden das Brot aber bei Gelegenheit mal testen. Bis dahin gibts hier mal noch nen paar Bilder:

St. Jacobs Famersmarket

Chemistry and the Kleinke Group

Da ich hier ja eigentlich nicht (nur) zum Vergnuegen bin, sondern zum Arbeiten will ich den Daheimgebliebenen natuerlich auch mal einen kleinen Einblick in die Arbeitsgruppe und das Leben hier an der Uni gewaehren.


Hinten von links nach rechts: Tingting, Chris, Sascha (as guest), Holger, Katja, Bryan, Mariya, Michael;
Vorn von links nach rechts: Annie, Yanjie, Maya, Wiqar, Raj.
Es fehlen Savitree (im Stern) und Jalil (offiziel nicht in der AK aber inoffiziell schon; musste die inkommensurable Integration zum Laufen bringen ;) )

Die Arbeitsgruppe ist sehr international besetzt. Der Chef nebst Frau stammt aus Deutschland und ist vor acht Jahren hier nach Waterloo ausgewandert. Neben mir gibt es noch vier weitere Postdoc’s, welche aus Indien, Paksitan und der Ukraine (Wiqar, Raj und Mariya+Michael)stammen. Die restlichen Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Doktoranten aus Kanada, China, Indien und Pakistan. Jalil, der Chefkristallograph, hat zwar auch in Koeln studiert, stammt aber urspruenglich aus Marokko und ist , der mit dem ich nebst Bryan die meiste Zeit verbringe.
Hier nen paar Bilder von mir vom Labor und den Bueros:

Arbeitsgruppe