Mittwoch, 8. Oktober 2008

Football @ Hockeynation

Nachdem der Start hier in Waterloo etwas holprig war, hab ich mich gleich in Bezug auf die Freizeitgestaltung beim Footballteam gemeldet. Da ich zwar nicht spielberechtigt bin, will ich die Freizeit hier auch nutzen um meine coaching-skills etwas zu verbessern und meinen Blick in Bezug auf Football auch etwas zu erweitern.
Als aller Erstes muss jedoch gesagt werden, dass sich der kanadische Football doch etwas stärker vom amerikanischen Football unterscheidet. Besonders fällt ins Auge, dass das Spielfeld größer ist. Es ist nicht nur breiter sondern hat auch eine 55yds-line. Des Weiteren sind die Endzonen nicht 10yds sondern ganze 20yds tief, was auch dazu führt, dass der Goalpost auf der Goalline und somit mitten im Feld steht. Dieses Mehr an Platz muss natürlich auch genutzt werden. Aus diesem Grund befinden sich auch 12 Spieler auf dem Feld und nicht wie bekannt 11, meist ist dieser Spieler eine WR. Also Standardformationen sind z.B. I-Fours (2RB, 4 WR). Da es im canadian football anstatt der bei uns üblichen 4 nur 3 Versuche gibt 10yds zu überbrücken, wurden auch sämtliche Regelungen, welche motions betreffen eliminiert. Das führt dazu, dass sich also gleichzeitig bis zu 7 Mann bewegen können und das natürlich auch nach vorn, die Reciever können also ansprinten und die RB keinen false start verursachen. Für die OLine wurde als einzige Erleichterung im Passblock eingeführt, dass die DL einen zusätzlichen Anlauf von 1yds hat. Das jetzt erstmal zur Erläuterung der Unterschiede, nun zu den Gemeinsamkeiten. Football ist auch hier kein Kollisionssport und auch hier gibt’s ordentlich was auf die Mütze.
Zu den Warriors, Team der Universität von Waterloo ist zu sagen, die sind ein Haufen von etwa 85 Spielern welche im Durchschnitt etwa 21 Jahre alt sind und somit für kanadischen Unifootball relativ jung (7jährige Spielberechtigung). Von den Coaches wurde ich hier sehr gut aufgenommen und gleich am ersten Abend auf Beer and Wings eingeladen. Nen echt cooler Haufen von erfahrenen Coaches (CFL, GreyCup, XFL, uswusf). Die Trainingsbedingungen sind der Hammer, die haben zwar keinen Kunstrasen und Flutlicht aber ungefähr platzt für 3 Felder. Das ganze Training wird von 2 Kameras gefilmt und die Umkleide mit integrierter Kraftecke ist so groß, da könnten sich, gemessen an Marburger Verhältnissen 8 Mannschaften umziehen. Der Schock kam beim ersten Spiel. Kaum mehr Zuschauer als bei den Falcons, aber dafür nen Platz wie in Berlin, zwar mit Stahlrohr Tribünen aber der Rasen ist allererste Sahne. Das Spiel gegen Guelph ging mit 22:34 verloren, was zum einen an 2 Interceptions sowie einem Fieldgoalreturn-TD lag. Die Offense hat meiner Meinung nach zuviel gepasst, was trotz 5,4dys pro Lauf nicht unbedingt nötig war.
Die Trainingseinheiten sind ähnlich strukturiert wie bei uns nur wesentlich undisziplinierter von den Spielern durchgeführt. Ich kann hier besonders in Bezug aufs Passblocking ne Menge lernen und hab auch schon ’nen paar Spielzüge gefunden die auch bei uns funktionieren würden. Hier noch ’nen paar Bilder und vllt. später mehr vom Canadian Football, von mir gibt’s demnächst wieder was Neues.


Warriors Football

Keine Kommentare: