Montag, 20. Oktober 2008

Fast 3 Tage Montreal

Letzte Woche hatten wir, also Elena, Jan, Janes Christian, Antonin, Dan und ich beschlossen, das aufgrund von Thanksgiving verlängerte Wochenende zu nutzen um nach Montreal zu fahren. Da Jan ’nen Van hat war auch das Problem mit den Fahren schnell gelöst bzw. stellte sich gar nicht erst.
Los ging’s am Samstagmorgen gegen 9. Die Fahrt nach Montreal gestalltete sich durch die Verkehrsituation etwas langwieriger als erwartet. Nach der ersten Pause hab ich mit Christian die Plätze getaucht, wodurch ich meine langen Gräten etwas ausstrecken konnten und der Van hinten rechts auch keine komischen Geräusche mehr von sich gegeben hat. Wir überquerten dann schließlich die Grenze nach Quebec, da selbst in Ontario alles, aber auch wirklich alles, mindestens zweisprachig beschildert ist, also englisch und französisch, dachte ich, dass es in Quebec ähnlich ist. Dies ist jedoch nicht der Fall, in diesem Teil von Kanada sind die Beschriftungen fast ausschließlich auf Französisch. Da hätte ich doch etwas besser in der Schule aufpassen sollen. Jedoch war es für unsere europäisch besetzte Reisegruppe kein Problem sich zu Recht zu finden, da Wir ja zwei Muttersprachler bei hatten. Die Unterkunft, welche wir noch in letzter Minute in Montreal reserviert haben war sehr preiswert und auch sehr gut ausgestattet. Der einzige Hacken war, es gab nur kaltes Wasser. Das Hostel lag zumindest für uns in Laufreichweite zur Innenstadt/Hafen/Altmontreal. Also sind wir gleich abends noch mal los an den Sankt-Lorenz-Strom um uns ins abendliche Leben von Montreal zu stürzen. Wir sind etwas durch die schönen Gasen der Altstadt spaziert und schlussendlich bei einem Italiener in Downtown zum Abendessen hängen geblieben. Der Rückmarsch führte uns durchs Vergnügungsviertel, wo wir auf Rücksicht auf den bevorstehenden Tag nicht wieder versandet sind.
Am nächsten Morgen haben wir großzügig auf das vom Hostel angebotene Frühstück verzichtet und sind stattdessen ganz gemütlich auf den Weg nach Altmontreal frühstücken gewesen. Das uns angebotene Frühstück war sehr lecker und traf auch den Geschmack unserer französischen Mitreisenden. Der anschließende Bummel durch Quartier Latin bot sehr viele Motive und endete einmal wieder am Sankt-Lorenz-Strom. Von da aus ging es weiter durch die Innenstadt zur Kirche Notre-Dame. Den anschließenden Aufstieg zum Mont Royal haben wir ohne Problem überstanden und es bot sich ein grandioser Blick über Montreal mit einer sehr schönen Laubfärbung. Die Führung hatte ich bis jetzt inne. Da aber Dan meinte er kenne sich besser aus, wechselte der Führungsanspruch etwa 1:30 h vor Sonnenuntergang. Da es aber mit seiner Orientierung nicht ganz so gut bestellt war haben wir noch einen schönen Sonnenuntergang über Montreal vom Mont Royal aus erleben können. Der Abstieg an gleicher Stelle, geplant war eine andere wurde auch noch erledigt. Danach teilte sich die Gruppe auf, die fußlahmen Footballer fuhren nach 20 km Fußmarsch mit der Metro ins Hostel zurück, Christian und die Franzosen besorgten noch Wein und Käse für einen netten Abend. Im Hostel zurück wollte ich nen bisschen Football schauen, da kam nen deutscher Typ aus dem Nebenzimmer und meinte, ob ich wieder Fußball einschalten könnte das Spiel CZE-POL wären ja gleich vorbei. Ich nett wie ich nun mal bin wieder zurück geschalten. Und siehe da es war die 60. Spielminute. Wollte dann noch ’nen bisschen Smalltalk machen und wissen woher er kommt und was er so in Kanada macht. Er kommt „aus dem Westen“ (Zitat). Der Wessi zog danach nach ’nen paar Minuten wieder ab (65. Spielminute). Netter Typ, äh ne doch nicht. Also wieder Football. 10 Minuten später kann noch so ’nen Spinner, dreht ohne was zu sagen den Ton ab und hört sich irgendwelche Musik auf dem Rechner an. Netter Typ, äh ne doch nicht. Die Franzosen kamen dann schlussendlich doch noch mit Wein, Käse und nem Baguette und es wurde ein schöner Abend. Nachdem alle französischen und kanadischen Spezialitäten auch unter Hilfe von Ben aus LA verzerrt wurden, sind wir dann noch etwas trinken gewesen um den Abend ausklingen zu lassen.
Am nächsten morgen haben wir uns wieder ne schöne kleine Kneipe zum frühstücken gesucht und sind für den Vormittag versumpft. Der Rückweg zum Hostel verlief wieder in den bekannten Gruppen getrennt. Als Highlight muss erwähnt werden, das ich mir in Montreal 4 Dosen vom leckeren Wernesgrüner in Montreal gekauft hab, der Hammer. Da kommen Heimat gefühle auf. Die Franzosen mit Christian verlaufen haben sich auf ihrem Rückweg jedoch noch verlaufen. Dennoch sind wir alle wieder im Hostel angekommen und wurden von Jan zur Rückfahrt nach Waterloo abgeholt. Diese war auch wieder durch Staus künstlich in die Länge gezogen und so kamen wir gg. 23 Uhr mit einem Haufen schöner Erinnerungen, Eindrücken wieder in Waterloo an. Natürlich hab ich auch jede Menge Bilder gemacht, ’nen kurzen Auszug gibt hier.

Montreal


Schönen Gruß aus Waterloo

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